Ältere Beschäftigte (IG Metall Infodienst, 14. September 2010)

Ältere Beschäftigte
Um 65 Prozent sei in den letzten zehn Jahren in der M+E-Industrie die Zahl der Mitarbeiter in der Altersklasse „60+“ gestiegen, lesen wir auf der Internetseite von „Gesamtmetall“. Für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ist das Anlass, den Befürwortern der Rente mit 67 Platz zu bieten.

Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG Metall, hat sich diese Zahlen genauer angesehen: „Die Quote in der Metall- und Elektroindustrie bleibt selbst nach Angaben von Gesamtmetall miserabel: Der Anteil der 60 bis 64-Jährigen an allen Beschäftigten ist gerade einmal von 2 auf 4 Prozent gestiegen. Das ist verschwindend gering. Zudem sagt Gesamtmetall nicht, warum der Anteil der 60-Jährigen wichtig für die Frage ist, ob die Anhebung der Rentengrenze über 65 hinaus sinnvoll ist.

Entscheidend ist doch, wie viele Menschen bis zum heutigen Rentenalter tatsächlich beschäftigt sind, also wie viele 64-Jährige sich in Beschäftigung finden. Dies wird aus der Gesamtmetallstatistik aber nicht deutlich. Ebensowenig wird deutlich, wie viele dieser 64-Jährigen in Teilzeit arbeiten oder sich gar in passiver Altersteilzeit befinden.

Da hilft keine noch so schöne Statistik, ein einfacher Blick in die Betriebe zeigt: Ältere Beschäftigte sind die absolute Ausnahme!“

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