Soziales Engagement 2011

Auszug aus der ZWAR Statistikabfrage 2011(Auszug aus der ZWAR Statistikabfrage 2011)

Aus Platzgründen mußten wir uns leider etwas einschränken, obwohl uns zu diesem Thema noch mehr einfiel.

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13te Ostersbaumer Lichterwege

Am 7. Februar 2012 beging der ZWAR Uellendahl – Fotokurs die Ostersbaumer Lichterwege und fing die wunderbaren Lichtinstallationen und Aktionen an Treppen und Plätzen fotografisch ein.

Wir starteten den Abend mit einem Besuch der Künstlerin Diemut Schilling, die dieses Stadtteilprojekt vor dreizehn Jahren startete und künstlerisch betreut bzw. begleitet. Das Projekt “ Soziale Stadt Ostersbaum“ wurde 1998 begonnen und endete im Jahr 2011.

© Stadt Wuppertal

Eine umfangreiche Projektbeschreibung findet Ihr hier .

Anschließend starteten wir zum Nachbarschaftsheim Ostersbaum wo uns die Leiterin des Stadtteilbüros, Gabriele Kamp, erwartete, um uns unseren Stadtteilführer Rainer Knecht vorzustellen, der dieses Projekt der Stadt Wuppertal  seitens der Stadtverwaltung betreute.

Dann ging es in die aufkommende Dunkelheit. Warm angezogen trotzten wir der Kälte und wanderten mit viel Spass und Freude von Treppe zu Treppe und lernten auch Strassen und Plätze kennen, die uns bis dahin nicht unter die Füsse gekommen waren. Rainer Knecht erklärte uns an jedem Ort, wie die Treppeninstallationen und Kunstwerke zustande kamen. An einigen Orten spielten sich Saxophonisten die Finger warm und vermittelten so die Atmosphäre einer märchenhaften Welt. Zum Schluss des Rundgangs gingen wir zur Schleswiger Treppe, die von einer Solinger Gruppe musikalisch bespielt wurde, die hierfür viel Beifall erhielt.

Nach dem Aufwärmen in einer Kneipe am EXTER konnten wir uns ab 20:00 Uhr noch das tolle Abschlussfeuerwerk auf dem Platz der Republik ansehen.

Die Fotos, die Sie nachfolgend betrachten können, wurden von unserem ehrenamtlichen Fotokursleiter Till Brühne fotografiert. Till betreibt in seiner Freizeit ein Fotostudio und ist auch bei vielen Stadtfesten unterwegs, um diese für die Zukunft fotografisch festzuhalten. Es lohnt sich immer mal wieder, auf TBfoto.de zu surfen, um zu sehen, was denn im Tal und anderswo so los war!

Alle Fotos der Ostersbaumer Lichterwege findet Ihr direkt auf dieser Webseite. Till wird den Reinerlös aus Fotoverkäufen dieser Veranstaltung an das Nachbarschaftsheim Ostersbaum spenden, um das Fortführen der Ostersbaumer Lichterwege zu unterstützen. Wie wir von den Veranstaltern erfuhren, ist durch den Auslauf des Projektes „Soziale Stadt Ostersbaum“ auch die Förderung aus Landesprogrammen und kommunalen Mitteln entfallen.

Wir finden die Lichterwege unseres Nachbarstadtteils Ostersbaum erhaltenswert und bitten, von diesem Angebot vielfachen Gebrauch zu machen. Auch Geldspenden, direkt an das Nachbarschaftsheim Ostersbaum, unter dem Stichwort „ZWAR – Lichterwege Ostersbaum“ Konto Nr. 925644, BLZ 330 500 00 bei der Stadtsparkasse Wuppertal sind willkommen.

Diemut Schilling - Wie alles begann
Diemut Schilling - Wie alles begann
Toller Blick auf Uellendahl ...
Toller Blick auf Uellendahl ...
aus Sicht der "Huppertsbergfabrik"
aus Sicht der "Huppertsbergfabrik"
Gespanntes Zuhören
Gespanntes Zuhören
Empfang im Nachbarschaftsheim Ostersbaum durch Gabriele Kamp und Rainer Knecht
Empfang im Nachbarschaftsheim Ostersbaum durch Gabriele Kamp und Rainer Knecht
Letzte Absprache, und los geht es...
Letzte Absprache, und los geht es...

Lieber Till, wir möchten uns an dieser Stelle für die ehrenamtliche Unterstützung und „Deine Stunden für Zwar Uellendahl“ bedanken. Bleib noch gaaaanz lange bei uns.

Zum nächsten Fotokurs sehen wir uns, auch mit neuen Teilnehmern, zum Thema Portraitfotografie in Tills Studio. Zeit und Ort erfahrt Ihr wie immer auf unserem Terminkalender unter Aktivitäten.

Fotos: © Till Brühne

Bericht: Siegfried Termöhlen

Erfolgreicher Start der Lesepatenschaft im Haus der offenen Tür „St. Bonifatius“

Senioren lesen Kindern vor – und helfen Ihnen damit

WZ-Online: 28.07.2011, Wolfgang Wohlers

Die Seniorengruppe ZWAR übernimmt Lesepatenschaften im Kinderhaus.

Uellendahl. Erzählten Geschichten lauschen oder auch selbst in einem Buch lesen – diese Welt ist vielen Kindern heutzutage verschlossen. In vielen Familien gehört die Gutenacht-Geschichte schon lange nicht mehr zum regelmäßigen Tagesprogramm. Lesepatenschaften der unterschiedlichsten Art können da oftmals die Lücken schließen und den Kindern das Lesen nahebringen. Eine solche Lesepatenschaft besteht zwischen der ZWAR-Gruppe Uellendahl und einer Gruppe des Kinderhauses St. Michael.

Acht Kinder erleben erstmals einen strukturierten Alltag

Gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitern der Gemeinde bietet das Kinderhaus in den Räumen der Offenen Jugendeinrichtung von St. Bonifatius eine verlässliche Gruppe für Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren an. Hier treffen sich an vier Nachmittagen der Woche sechs Jungen und zwei Mädchen aus problematischen Familienverhältnissen, um in einer strukturierten Umgebung den ganz normalen Alltag zu erleben. Neben dem Mittagessen, den Hausaufgaben und dem Spielen gehört seit kurzem auch ein Vorleseangebot dazu.

Einmal in der Woche kommen Mitglieder der ZWAR-Gruppe Uellendahl in die Einrichtung, um den Kindern Geschichten vorzulesen. Für den Einsatz stehen insgesamt acht Männer und Frauen bereit, die sich in Zweierteams abwechseln. Vor ihrem ersten Einsatz haben sie sich in der Stadtbibliothek für die nicht einfache Aufgabe ausbilden lassen.

Die Lesepaten mit ihren Schützlingen im Kinderhaus St. Michael
Die Lesepaten mit ihren Schützlingen im Kinderhaus St. Michael

„Die Konzentration auf das, was wir vorlesen, fällt den Kindern noch schwer“, sagt Hans-Jürgen Beck, der inzwischen schon zweimal in der Gruppe war. Vorlesekollegin Isabella Budnik hat auch andere Erfahrungen gemacht: „In meiner Lesestunde wollte schon eines der Kinder selbst vorlesen.“

Vorlesepatin Gabriele Neumann hat bei ihrem Besuch ein ausgeprägtes Interesse bemerkt: „Die Kinder haben nach Geschichten von der Schwebebahn gefragt. Ich habe aber leider bis jetzt kein kindgerechtes Buch dazu gefunden.“ Aber nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen profitieren von der Aktion. „Man hat im Alltag eine sinnvolle Beschäftigung“, freut sich Vorlesepatin Elisabeth Heinz.

Der Einsatz ist als Dankeschön der ZWAR-Gruppe für die Bereitstellung eines Raumes durch das Kinderhaus entstanden.

Die ZWAR-Gruppe Uellendahl ist eine offene Gruppe ohne Vereinsstruktur. Die Mitglieder stehen zwischen Arbeit und Ruhestand (ZWAR) und sind durchschnittlich 60 bis 65 Jahre alt. Sie treffen sich jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat zu Freizeitaktivitäten vom Wanderausflug bis zum Computerkurs im Gemeindesaal, Kohlstraße 150.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung  der WZ-Online Redaktion

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Ehrenamtlerin Vera (Gelber Engel)

Es gibt sie schon über 25 Jahre, die Gelben Damen im St. Josef-Krankenhaus, manchem Wuppertaler wahrscheinlich besser als „Kapellchen“ bekannt. Das Krankenhaus behandelt Rheuma, führt Gelenkoperationen durch und hat auch eine Etage für die Kurzzeitpflege. Eine der Gelben Damen ist Vera Jaschek, die hier ehrenamtlich „Stunden für Wuppertal“ leistet.

Morgens um 8.00 Uhr beginnt ihr Dienst. Für das Wartezimmer der Ambulanz belädt sie den Kaffeewagen mit Getränken und Keksen, und dann klingelt wahrscheinlich auch schon ihr Telefon. Dies ist sozusagen ein Diensthandy, mit dem Vera für die hauptberuflichen Mitarbeiter erreichbar ist. Sie wird gerufen, wenn ein Patient eingeliefert oder entlassen wird. Ist das Gepäck zu schwer, organisiert sie einen kleinen Transportwagen. Müssen Patienten zum Röntgen gebracht werden, begleitet Vera sie, besonders, wenn es sich um ältere Menschen handelt oder Ausländer, die nicht gut deutsch sprechen oder verstehen.

Hat ein neu eingelieferter Patient Kamm oder Zahnbürste vergessen, kauft Vera das Vergessene ein, und bei Langeweile ist sie auch gern bereit, eine Zeitung zu besorgen.

Aber auch als Ansprechpartner für die vielen Fragen, die sich bei der Behandlung auftun ist Vera zuständig. Egal ob es um eine Kur geht oder um Reha – Maßnahmen, Vera ist Vermittler. Sie spricht mit den Schwestern und erklärt den Patienten, was geplant ist.

Auch einer Patientin, die akut eingeliefert wurde und sich nun um ihre zu Hause zurückgebliebene Katze sorgte, wurde geholfen: Vera erkundigte sich nach Dienstschluss bei Nachbarn und konnte der Patientin berichten, dass der vierbeinige Liebling dort gut versorgt wurde.

Leicht zu erkennen sind Vera und ihre Kolleginnen an der Uniform der Gelben Damen: Gelber Kittel mit einem Namensschild.

Und dass die Patienten meist nicht von Gelben Damen, sondern von ihren Gelben Engeln sprechen, versteht sich wohl von selbst.

Autorin: Irmgard Hahne

22.3.2011: Lesepatenschaft, 3. Treffen der Lesepaten

Bei unserem dritten Treffen am 22.3.2011 um 17:30 Uhr kamen wir erneut im Kinderheim St. Michael zusammen, um weitere Einzelheiten einer Vorlesepatenschaft zu besprechen.

Als Gäste waren anwesend:
Frau Scharmann, Leiterin des Stadtbetriebes Stadtbibliothek
Frau H. Schrankel, Lesepatin
Herr Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal
Manfred Bube, Westdeutsche Rundschau

Anwesende ZWARler:
Liesel, Hans Enke, Liesel H., Isabella, Hans-Jürgen B., Vera, Jürgen, Manfred

Als Hausherr begrüßte uns Herr R. Massow, Geschäftsführer des St. Michael Kinderhauses.

Mit launigen Worten begrüßte Hans-Jürgen E. Die Gäste und die zahlreich erschienenen ZWARler. Vorher hatte er schon mit dem Pressevertreter gesprochen und ihn über ZWAR und die Lesepatenschaft informiert. Dankenswerterweise hatte er die Präsentation übernommen, da Siegfried erkrankt war. Er informierte die Gäste, was ZWAR ist und was wir bewegen wollen.

Herr Massow freute sich sehr über das große Interesse unseres Uellendahler ZWAR-Netzwerkes.

Herr Kühn erklärte, er übernehme gern die Trägerschaft, da er unsere Ideen sehr gut findet. Dann ging er zu den wartenden Kindern, um ihnen vorzulesen.

Frau Scharmann wies uns darauf hin, daß es in der Stadtbibliothek auch eine Vorleseschulung für Seniorenlesepatenschaft gibt. Unsere Schulungen finden am 31.3. und 7.4.2011 jeweils von 9 bis 11 Uhr in der Stadtteilbibliothek Uellendahl statt. Frau Scharmann bittet, am Tag vorher bei Frau Schülke die genaue Teilnehmeranzahl anzugeben. Das polizeiliche Führungszeugnis soll erst nach der Schulung beantragt werden.

Herr Kühn kam zurück und erzählte begeistert vom Vorlesen bei den Kindern. Er hat uns dann noch Teile des Buches vorgelesen. Angetan von seinem Enthusiasmus klatschten wir Beifall.

Frau Schrankel berichtete ebenfalls über den Spaß beim Vorlesen, das Verhalten der Kinder und der richtigen Buchauswahl.

Um 18:30 trennten wir uns. Das nächste Treffen ist am 2.5.2011 um 17:30 Uhr am gleichen Ort.

Wir danken Hans-Jürgen E. für die gute Vorbereitung und Moderation.

Elisabeth Enke

Anmerkung der Redaktion:
Fotos von der Lesepatenschulung gibt es HIER!

Service Ehrenamt

Seit über vier Jahren gibt es sie schon, die Servicestelle Ehrenamt im Rathaus Barmen. Im August 2006 hatte Oberbürgermeister Peter Jung die Kontakt- und Beratungsstelle für bürgerschaftliches Engagement in seinem Geschäftsbereich angesiedelt.

Geschaffen wurde sie aufgrund einer Initiative von Markus von Blomberg, dem heutigen Geschäftsführer von „(M)eine Stunde für Wuppertal“. Seine Idee: „Wenn jeder Bürger sich auch nur eine Stunde Zeit nähme, um etwas für die Stadt zu tun, wäre dies ein riesiges Potential“. „(M)eine Stunde für Wuppertal ist ein Synonym für ehrenamtliches Engagement.

Die Initiative steht nicht im Wettbewerb zu bereits bestehenden Initiativen und Organisationen, sondern arbeitet diesen zu“, sagt der neue Geschäftsführer. Er bezeichnet die Initiative als „Dach“ über anderen gemeinnützigen Organisationen in der Stadt. Konkret bedeutet das: Wer sich an die Initiative wendet, um sich ehrenamtlich zu engagieren, der wird – je nach Neigung und Fähigkeit – an die entsprechende Organisation weitergeleitet. Umgekehrt: Wer Hilfe von Ehrenamtlichen benötigt, der kann seine Adresse und die Art der benötigten Hilfe melden. So führt die Initiative Spender und Empfänger zusammen. „Matching“ nennt das von Blomberg, der die Initiative als „Möglichmacher und Ideengeber“ sieht.

Damit dies gelingt, ist die aktive Hilfe von Angelika Leipnitz nötig. Sie arbeitet bei der Stadt in der Kontakt- und Beratungsstelle für Bürger-Engagement. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Beim „Service Ehrenamt“ im Rathaus findet jede/r das passende Ehrenamt. Es können sich aber auch Vereine, Organisationen und Initiativen bei Angelika Leipnitz melden, die Ehrenamtliche suchen. Die zentrale und trägerunabhängige Anlaufstelle für alle Themen rund ums Ehrenamt und Bürgerengagement berät, vermittelt und vernetzt Interessierte aller Altersgruppen. Ob ein Fußballverein eine Hausaufgabenhilfe aufbauen möchte oder ein ehemaliger Manager im Ruhestand eine neue Herausforderung sucht, beim „Service Ehrenamt“ findet jede/r Unterstützung.

Eine Datenbank, mit rund 200 ehrenamtlichen Tätigkeitsfeldern, wird regelmäßig aktualisiert und erweitert. Die Vermittlung in diese Aufgaben erfolgt nach einem persönlichen Gespräch. So können Interessierte zum Beispiel im Garten einer Alteneinrichtung arbeiten, für den SGV Wanderwege zeichnen oder Kindern und Jugendlichen bei den Hausaufgaben oder der Ausbildungsplatzsuche helfen. Auch Handwerker oder Literaturbegeisterte können eine passende Beschäftigung finden.

Zwei eigene Projekte ergänzen die Angebotspalette. Im „Patenprojekt Ausbildung“ helfen 40 Ehrenamtliche jungen Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und im EFI-Projekt -„Erfahrungswissen für Initiativen“ werden von 2010 bis 2012 ehrenamtliche Senior-Projektmanager/innen ausgebildet, die eigene Projektideen entwickeln und umsetzen werden.

Auch ZWAR-Aktionen werden von der Servicestelle Ehrenamt begleitet. ZWAR–Uellendahl steht hier in engem Kontakt und schätzt die schnelle und kompetente Zuarbeit von Angelika Leipnitz.

Erste Kontakte zu den Akteuren von (M)eine Stunde für Wuppertal wurden auch geknüpft. So gilt es, ehrenamtliche Stunden, die von ZWAR-Uellendahl geleistet werden, öffentlich zu machen, um den Stundenzähler auf der Website von MSFW ein wenig nach oben zu treiben.

Aktive Menschen, die ehrenamtlich etwas bewegen wollen, melden sich bitte hier:

Stadtverwaltung Wuppertal – Service Ehrenamt