110 + 1 Tipp zu Arbeitslosengeld II und Sozialgeld

Wer hat Anspruch auf Hartz IV oder Arbeitslosengeld II? Welche Folgen haben Pflichtverstöße und wie kann man sich gegen den Entscheid wehren?

Der Ratgeber „111 Tipps zu Arbeitslosengeld II und Sozialgeld“ gibt leicht verständliche Antworten. Auch die zum 1.Januar 2011 in Kraft tretende Hartz IV Reform, die eine Anhebung der Regelsätze mit einem Bildungspaket für Kinder verknüpfen wird, ist berücksichtigt. Das Buch ist ab Januar 2011 beim Bundverlag für 12,90 Euro erhältlich.

Weitere Info

IG Metall fordert Expertenkommission gegen Statistik-Wirrwarr bei Rente mit 67

Die IG Metall vor einem Zahlen-Wirrwarr bei der anstehenden Überprüfung der Rente mit 67.

  „Bei der Beurteilung der tatsächlichen Situation älterer Arbeitnehmer droht ein Krieg um Statistiken und Zahlen. Das können wir jetzt am wenigsten gebrauchen“, sagte Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG Metall am Donnerstag in Frankfurt. Der Gewerkschafter schlug deshalb eine unabhängige Expertenkommission vor. Diese solle aus Wissenschaftlern, Gewerkschaftern, Arbeitgebern, sowie Vertretern der Sozialverbände und der Regierung bestehen. „Die unabhängige Kommission muss die von der Bundesregierung vorgelegten Zahlen prüfen und feststellen, was wirklich los ist“, forderte Urban.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) benutze Zahlen, die zwar nicht falsch seien, aber die wahre Lage älterer Arbeitnehmer verschleierten oder sogar ins Gegenteil verkehrten, kritisierte der Sozialexperte der IG Metall. So sei es methodisch falsch, den Prozentsatz der Erwerbstätigen zwischen 55 und 64 Jahren mit 45,3 Prozent der gleichaltrigen Bevölkerung anzugeben und daraus abzuleiten, dass in Deutschland zunehmend ältere Arbeitnehmer beschäftigt würden. Erst wenn man diese Zahl auf die einzelnen Jahrgänge aufteile, wisse man, was wirklich los ist, betonte Urban. Von den 64-Jährigen hätten lediglich 21 Prozent einen Job. In dieser Zahl seien aber auch Selbstständige, Beamte und Freiberufler enthalten. Echte Arbeitnehmer seien in diesem Jahrgang nur knapp zehn Prozent und davon bestehe die Hälfte aus Minijobbern, Teilzeitkräften und Leiharbeitern.

Die Lage älterer Arbeitnehmer habe sich sogar verschlechtert, weil deren Anteil im Niedriglohnsektor deutlich höher liege als bei den Jüngeren. „Hinter den Zahlen verbirgt sich eine ernüchternde Wirklichkeit. Die Bundesregierung sollte die Lage älterer Arbeitnehmer nicht um jeden Preis schön reden“, forderte Urban. Zahlreiche der von der Bundesarbeitsministerin angeführten Erwerbstätigen seien in Wirklichkeit Arbeitslose, Hartz IV-Empfänger und Rentner, die versuchten, ihre mageren Einkünfte aufzubessern.

Siehe auch:

ARGUMENTATIONSPAPIER  Rente mit 67 – Initiative 50plus CDUSPD

Rente mit 67? Zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeitsleben bis 67 – Vierter Monotoring Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente.