Gehbehinderung – na und? Weihnachtsmarkt 2011


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Beim gemeinsamen Frühstück am Freitag, den 9. Dezember 2011, faßte ich zusammen mit drei anderen unternehmungsfreudigen Teilnehmern den Entschluß, am darauffolgenden Sonntag den Dortmunder Weihnachtsmarkt zu „überfallen“.

Es war ein schöner Sonntagnachmittag mit Glühwein, Riesenkrakauer, Waffeln und vielem mehr. Wir wurden unterstützt von Susi, Gabi´s nahkampferprobter Hundedame.

Drei von uns sind nur eingeschränkt gehfähig (Gabi N. mit Stock, ich mit Krücke, Waltraud mit Rollator), und so haben wir des Öfteren Gehpausen eingelegt. Da ZWARler ab einem bestimmten Sympathiegrad nach allen bisherigen Erfahrungen zusammenhalten :-), nahmen wir wie selbstverständlich aufeinander Rücksicht.

An einem Tag wie diesem zeigte sich wieder einmal, daß bei ZWAR Uellendahl auch für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen einiges möglich ist!

26. Juli 2011: ZWAR Uellendahl ist auf den Hund gekommen.

Am Dienstag, den 26.07.2011 trafen sich 9 ZWARler zu einer strammen Wandertour vom Dönberg durch das Deilbachtal und zurück.
Bei der Wollbruchsmühle lief uns ein kleiner Jack Russel entgegen. Es war ein kleiner verspielter und neugieriger Hund.
Er schloss sich uns Wanderen mühelos an. Wir versuchten, ihn zurückzuschicken, leider erfolglos.
Jedenfalls begleitete er uns circa 1,5 Stunden lang bis zum Lokal Behmenburg, wo wir einkehren wollten. Er war sehr lebhaft und hatte offensichtlich Spaß, als Bodyguard mit uns zu gehen.
Wir überlegten, was wir tun oder nicht tun sollten, um den Hund vor sich selber zu beschützen. Unterwegs fragten wir andere Spaziergänger, ob ihnen der Hund bekannt sei. Das war leider nicht der Fall.
Auch überlegten wir, was wir mit unseren kleinen Freund (nachstehend “Hundi” genannt) während unserer Einkehr machen sollten.
Hundi löste das Problem dann für sich selber und auf seine Art. Als jemand die Eingangstür des Lokals öffnete, war Hundi zuerst drin, weil er sich vom Geruch nach Schnitzel und Kotelett angezogen fühlte, und welcher Hund kann da schon widerstehen?
Ohne Leine war Hundi im Gasthaus leider nicht tragbar, was sich von selbst versteht. Der Wirt fing Hundi ein und brachte ihn in den hauseigenen Zwinger, wo er in aller Ruhe auf uns wartete.
Später begleitete uns Hundi zurück zur Wollbruchsmühle. Bauer Jäger hatte ihn schon vermisst und Suchtruppen ausgeschickt. Herr Jäger berichtete, das Hundi gerne mit Spaziergängern mitgeht und sich sowieso gern mal eigenverantwortlich von seinem Herrchen absetzt.

Ach, Hundi ist übrigens laut Eigentümer eine unberechenbare Hundedame namens Conny.

Treffpunkt für unsere Wanderungen ist jeweils montags und dienstags um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz an der Philippuskirche, Kohlstraße 150, 42109 Wuppertal

Bericht: Ulla Ihling