30.11.15 Das WeihnachtsZauberSchloß

Am Montag, den 30.11. trafen sich 7 reiselustige ZWARlerInnen an der Reisebushaltestelle „Am Wunderbau“ in Wuppertal und stiegen in den Bus nach Bückeburg. Insgesamt gehörten zur Reisegruppe 29 TeilnehmerInnen, 26 Frauen und 3 Exemplare einer bedrohten Art, Männer.

Dabei waren die ZWARlerInnen, Julia, Birgit, Elke M., Gabi N., Jasmin und Hermann (alle ZWAR-Uellendahl), sowie 1 ZWARlerin aus der Frauengruppe.

Die Anreise in einem vollklimatisierten, modernen Reisebus dauerte ca. 2,0 Std.. Zum Bordservice gehörte die Versorgung mit Kaffee und Keksen. Wissenswertes über die historische Entwicklung der Stadt Bückeburg und des Weihnachtsmarktes wurde von der sympathischen Reisebegleiterin Britta Reiter des „Busreiseunternehmens mit der besonderen Note“, (Busreisen Richter/Wuppertal) vermittelt.

Gegen 12:30 erreichte der Bus Bückeburg. Vom großen Busparkplatz etwas außerhalb brachte ein Shuttle-Bus alle BesucherInnen direkt zum Schloß.

vor dem Schloß

Rings um das schöne Wasserschloß, entlang des Burggrabens im Park, stand eine Buden- u. Zeltstadt, eine unglaubliche Zahl, und das war nur der Außenbereich.

Burggrabenbrücke

Ohne zu zögern ging es hinein in die Weihnachtswunderwelt, zuerst in das Gebäude der alten „Remise“. Innen waren Stände aller Art aufgebaut, es gab Kräuter und Gewürze, diverse Senfsorten, Delikatessen unterschiedlichster Art, Flammkuchen, Eintöpfe, Tees aus allen Kontinenten und Dekostände ohne Ende. Und an jedem 2. Stand konnten die angebotenen Speisen in kleinen Häppchen probiert werden.

Wieder draußen ging’s über die Burggrabenbrücke zum Schloßplatz. Beeindruckend das Gebäudeensemble und der sehr gute Erhaltungszustand aller Teile. Um den Schloßplatz herum wieder Buden und Stände, im Zentrum aber und aber Lichtdekorationen.

Schloßplatz

Ein besonderer Höhepunkt, das Schloß ist geöffnet. In den Räumen sind Stände mit qualitativ hochwertigen Waren, wie echte Lederartikel, Schmuck, Antikes, Kleidungsstücke und Festtagsdekorationen aufgebaut. Es ist ein Genuß auf einem Rundgang all dies zu sehen und zu staunen, wirklich einmalig. Insbesondere durch das Ambiente, der Festsaal mit seiner barocken Pracht an Wänden und Decke und der Goldene Saal sind faszinierend. Es ist wie ein Gehen durch eine vergangene Epoche, einfach wunderschön.

im Festsaal

Nach einer Stärkung im Zelt im Schloßinnenhof, durch Grünkohl mit Pinkel und Schupfnudeln mit Weihnachtskraut, wurde die Besichtigung draußen fortgesetzt. Von oben kam der Segen mit Regen, aber auch das konnte die Stimmung nicht trüben.

Ein weiteres Glanzlicht war die Vorführung der Fürstlichen Hofreitschule in der Reithalle. Wunderbare Hengste und hervorragende ReiterInnen in zeitgemäßen Kostümen zeigten ihr Können, präsentiert und individuell moderiert von der Direktorin.

Zum wunderbaren Abschluß wurden von KünstlerInnen Weihnachtslieder vom SchloßBalkon gesungen und die Lichtinstallationen auf dem Schloßplatz gezeigt, was bei der Dunkelheit noch stimmungsvoller war.

Schloßplatzillumination

Balkongesang

Zusammenfassend: Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Veranstaltungstip von Julia, herzlichen Dank dafür. Wer kann, muß das einfach gesehen haben. Die Besonderheit ist das Gesamtkonzept, das Schloß mit der barocken Pracht der Innenräume und all die Veranstaltungen und Vorführungen.

Allerdings sollte für einen Besuch eher ein Wochentag gewählt werden, am Wochenende kann es sehr, sehr voll werden.

Wir haben ein kleines wunderschönes Video aufgenommen:

„Illumina“ Schloß Dyck, ein verzauberter Park

Am Freitag, den 10.09.2010, trafen wir uns um 15.00 Uhr an der Philippuskirche. Wir warteten noch auf Karin, die aber nicht kam; schließlich, um 15.15 Uhr, fuhren wir (Liesel, Hans, Siggi, Isabella) los. Die anderen wollten wir später am Schloß treffen.

Nach einer erstaunlich staulosen Fahrt waren wir etwa um 16.00 Uhr am Schloß angekommen. Dann begann die erste Überraschung, es fing an zu regnen. Siggi und Isabella hatten ihren Schirm vergessen, also blieben wir erst einmal im Auto sitzen.

Schloß Dyck ist ein Wasserschloß, mit mehreren Vorburgen und einem englischen Landschaftspark. Vor einigen Jahren fand hier eine Landesgartenschau statt. Es gibt viele Gartenbeispiele und ein kleines Gartencenter. Dieses alles wollten wir uns ansehen, aber es regnete immer noch. Schließlich, der Regen ließ nach, machten wir uns auf und trafen am Eingang die anderen Fahrtteilnehmer, die etwa 1 ½ Stunden später abgefahren waren als wir.

Gemeinsam gingen wir los, bummelten durch Mustergärten, etwa den Garten der Stille oder andere Themengärten. Wir sahen interessante Bepflanzungen, z.B. die eines Schattengartens, oder Baumachsen und Alleen, die dem alten Park angepaßt waren.

Es regnete immer noch und allmählich bekamen wir Hunger. Also suchten wir nach einer Gaststätte, fanden aber nur Zelte vor und natürlich war erst ab 18.00 Uhr die Gastronomie geöffnet. Überall sah man junge Männer, die an den Wegen große Kerzen anzündeten. Endlich konnten wir auch essen. Gleich gegenüber war eine Barockbrücke, die bei einbrechender Dämmerung mit künstlichem Nebel verhüllt wurde, was sehr geheimnisvoll aussah, besonders, wenn Besucher hindurchgingen.

Es war nun fast dunkel. Wir gingen über einen Rundweg los, der bei der Brücke begann, die nun im blauen Nebel verhüllt war; es sah zauberhaft aus. Viele Bäume, alle sehr alt und hoch, waren angestrahlt, oft auch in verschiedenen Farben. Man fühlte sich in eine andere Welt versetzt, besonders als wir zu einem großen Feuer kamen, aus dem sich Stimmen vernehmen ließen, die über die Unterwelt erzählten. Wir gingen weiter; auf einer Lichtung standen hintereinander große Bilderrahmen, in der Ferne befand sich eine Baumgruppe, sie wurde in verschiedenen Farben angestrahlt, es war ein Fest für die Augen. An den Bäumen waren Spiegel und wir sahen uns dick, dünn, breit und hoch. Alles lachte; beschwingt bummelten wir weiter. Die Wege waren beleuchtet, aber sonst war es dunkel. Sehr viele Menschen waren unterwegs, trotzdem war es nicht laut; eine sanfte Stimmung hatte uns erfaßt. Schließlich erreichten wir eine Lichtung, dort lag ein gefällter Baum, der mit weiblicher Stimme aus seinem Leben erzählte, u.a. über ein Verhältnis mit einem Hallimasch oder über Altersrunzeln, sprich Baumborke.

Eine kleine Lichtung sah aus, wie ein Gemälde von Caspar David Friedrich, in ihr erklang das Gedicht „Über allen Wipfeln ist Ruh’“, mal voller Trauer, mal lustig, dann mit Liebe oder auch aggressiv vorgetragen. Auf den Baumstämmen waren Gemälde projiziert, es ging um Küsse und Liebe. So allmählich näherten wir uns dem Ausgang. Siggi und Isabella waren verlorengegangen, an der großen Baumtrommel fanden wir sie wieder.

Weiter ging es. Wir waren am Schloßgraben, das Schloß war angestrahlt. Plötzlich erschien eine Hand, bemalte die Wand mit Fenstern, deutete Regen an und alles löste sich in Wasser auf. Ein roter Vorhang erschien, wurde aufgezogen. Zwei große Augen schauten uns an, begeistert klatschten wir Beifall.

Dem Ausgang entgegen, durch eine Allee, waren wir in rote, grüne oder blaue Blätterdächer eingehüllt. Restlos begeistert standen wir, Gabi, Siggi, Isabella, Liesel, Hans, Klaus, Julia, Ulrika sowie Lothar zusammen und beschlossen, nächstes Jahr wiederzukommen.

Ein besonderer Dank gilt natürlich Julia und Lothar, die diesen wunderschönen Abend für uns alle perfekt organisiert hatten, sogar an Plastiktüten für regennasse Stühle war gedacht. Den ZWARlern, die trotz Anmeldung nicht mitgefahren sind, ist wirklich etwas entgangen.

Bericht und Fotos:

Elisabeth Enke